Hipster-Cup in Berlin – Wir waren dabei!

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Ja, es gibt ihn wirklich: Den internationalen Hipster-Cup. Und wo soll er anders stattfinden als in der Hipster-Hauptstadt Berlin? Jutebeutel-Sackhüpfen, (Fake-)Hornbrillen-Weitwurf und zum Finale: Röhrenjeans-Tauziehen. Neben diesen offiziellen Hipster-Disziplinen, gab es noch einen Kreativmarkt mit ungefähr 50 Ständen und jede Menge Live Musik.

Der Hipster-Cup: für Hardcores oder Wannabes?

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So viel wie möglich Konfetti in eine Club Mate Flasche stopfen: eine echte Hipster Disziplin

Als Nicht-Anhänger der Bewegung waren wir natürlich nur vor Ort, um Hipster in ihrem natürlichen Habitat zu beobachten. Allerdings hätten wir dafür nicht zum Postbahnhof fahren müssen. 1. Wir leben in Neukölln! 2. Es waren fast keine Hipster da!

hipster-cup-hippus-sanctusWoran mag das wohl liegen? Es gehört selbstverständlich zur Natur des Hipsters, sich nicht öffentlich zum Hipster-Dasein zu bekennen. Dazu könnte ein Outing auch viele negative Folgen haben, wie heftige Kritik von Co-Hipstern: Die Definition eines Hipsters ist nämlich nirgendwo schriftlich festgelegt.

Auch über den musikalischen Erfolg des Hipster-Cups lässt sich streiten: Drei Minuten Mad Maks „Ich wär so gern ein Hipster“ und als Abschluss ein Konzert von McFitti. Der Kreativmarkt war zwar sympathisch, doch die angebotenen Yackfou-T-shirts und Löffelringe findet man auch im Simon-Dach-Kiez oder jeden Sonntag am Mauerpark. Zum Glück konnte man aber dem ultimativen Hipster-Gott Hippus Sanctus mit Glückspulver, Bierdeckeln und Pins gebührend huldigen.

In 10 Disziplinen zum Hipster des Jahres

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Mit diesem Outfit schaffte es Team Fritz ins Halbfinale

Wie die 12 Aufgaben des Herkules, lehnt sich der Hipster-Cup an das antike Vorbild an, nur etwas einfacher: Die Teams müssen sich nur in einem Zehnkampf beweisen und statt die Hydra, ein Monster mit mehreren Köpfen, zu besiegen, reicht es auch schon mal, so viel Konfetti wie möglich in eine Club Mate Flasche stopfen. Insgesamt konnten die Aufgaben, wie Politiker auf Jugendfotos erkennen oder die meisten Runden um einen Plattenspieler laufen, das Publikum nicht wirklich begeistern, das lieber weit ab vom Spielfeld in der Sonne saß und Mio Mio Mate schlürfte. Diese Apathie mag vielleicht zum Hipster-Dasein dazugehören, doch am Ende erinnerte uns der Hipster-Cup einfach nur an eine große Kindergeburtstagsparty.