Arches National Park – Wahrscheinlich der schönste Nationalpark der Welt

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Diese Überschrift ist nicht übertrieben!
Denn warum hätten wir den Arches National Park sonst zweimal in zwei Jahren mit einem Besuch erfreut? Und als einziger Nationalpark haben die Arches es gleich zweimal in
unsere persönlichen Top 10 der USA geschafft.

Dass wir mit dem Arches National Park nicht direkt einen Insider besuchten, war uns bereits 2010 klar. Überall Mietwagen. Überall Touristen. Überall Deutsche. Wie die treuen Leser wissen, bevorzugen wir ganz klar die abenteuerliche Seite der Natur. Aus diesem Grund taten wir uns dieses Mal nicht mehr die überlaufenen Arches direkt am Rande der Hauptstraße an, sondern wählten einen der abgelegensten und in meinem Augen gefährlichsten Hiking Trails in ganz Utah. Gefährlich? Ich habe Höhenangst und kann dementsprechend gut klettern.

Devils Garden Primitive Trail – wahrscheinlich der gefährlichste Hiking Trail der Welt

arches-national-park-primitive-trailCorinne glaubt dieser Überschrift nicht. Doch wie würdet ihr euch fühlen? Ihr steht auf einen schmalen Felsenübergang. Rechts geht es 200 Meter runter, links 50 (Corinne meint 4). Wo wir uns aber einig sind, ist der Abenteuergehalt dieses Loops. Bereits am Parkplatz warnt ein auf den ersten Blick unscheinbares Schild: Beware of Mountain Lions. Mit dem Hinweis: In case of attack, fight back!

Dann ist da auch noch das Wetter. Angenehme 40 Grad. Kein Wunder, dass die tapferen Mormonensiedler, die sonst die Ute Indianer fast ganz ausrotteten und jeden Winkel Utahs besiedelten, dieses Gebiet nie richtig erschließen konnten. Wir haben jedoch aus unseren Erfahrungen vom Vortag im Canyonlands National Park gelernt. Wasser ist reichlich im Gepäck!

arches-national-park-primitive-trail3Nachdem man den letzten touristischen Steinbogen, den 1991 halb eingestürzten Landscape Arch hinter sich gelassen hat, fängt das Abenteuer an. Primitive Trail. Hier gibt es keine Wegweiser mehr! Man folgt nur den Fußspuren der letzten Besucher. Auch wenn man nicht weiß, von wann genau diese stammen.

Dabei ergibt sich folgende Schwierigkeit: Der Weg geht nicht nur über Sand, sondern eben auch über Felsen. Und wenn man dann nicht so gut klettern kann, kann es schon zu frustrierten Schimpftiraden kommen. Mal ganz abgesehen von der Tatsache, dass Fußspuren auf Stein jetzt nicht wirklich gut zu erkennen sind. Doch am Ende wird man für seine Anstrengung belohnt.

http://www.der-weinsnob.de/gewurztraminer-cave-de-hunawihr/Denn hier, direkt am Double O Arch, befindet sich unser weltweit liebster Picknick-Platz. Aufgepasst, hier kommt ein echter Geheimtipp! Steht man vor dem Arch, wüsste man nicht, was ich damit meine. Doch hört und staunt: man kann durch den Arch klettern! Dahinter verbirgt sich ein schmaler Canyon, wo euch niemand, ihr aber jeden sehen könnt. Hatte ich mich schon seit Stunden auf meine Nachos Double Pepper mit Monterey Jack Cheese Dip gefreut, musste Corinne diese unbeobachtete Minute natürlich sofort nutzen, um den Double O Arch zu besteigen. Auch wenn ich zugeben muss, dass das Bild einfach super aussieht, weiß doch jeder, warum man nicht auf Arches klettern sollte.

double-o-arch-arches-nationalparkDer letzte Teil zum Dark Angel, einem schwarzen Steinbrocken, lohnt sich zwar nicht wirklich, doch wir wollten selbstverständlich jeden Winkel des Arches National Parks erkunden.

Delicate Arch mal anders – wahrscheinlich der beste Aussichtspunkt der Welt

Ich geb´s zu: Hier habe ich definitiv übertrieben. Doch im Vergleich zu dem traditionellen, von Touristen überlaufenen Aussichtspunkt, ist der Delicate Arch Viewpoint fast ein Geheimtipp. Mussten wir uns beim letzten Besuch noch von einem netten Deutschen Mittvierziger zum obligatorischen Delicate Arch Pärchen Foto überreden lassen, waren wir dieses Mal ganz allein und ich konnte stilgerecht am Abgrund vor dem Wahrzeichen Utahs posen.

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Noch mehr Inspiration gefällig? Wie wär´s mit einer Liste aller Utah Nationalparks und Sehenswürdigkeiten?